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Wettbewerb Bildungshaus Wolfsburg

Auslober: Stadt Wolfsburg
Projektteam: Mathias Christoffel, Sebastian Nitka, Reinhard Singer, Sandra Zinkgraff
Beratung: SNOW Landschaftsarchitekten, SEF Ingenieurgesellschaft
Planungszeit: 2013

Der Entwurf spiegelt die Vernetzung der vielfältigen Nutzungen des Bildungshauses baulich wider. Dabei bilden Bücher und andere Medien im direkten wie übertragenden Sinne die Verbindung zwischen den Bereichen: Im zentralen Hallenraum sind alle Bücherregale als Brücken ausgebildet, die auf vier Ebenen entlang den Geschossdeckenkanten wie auf Kranbahnen verfahren werden können und die westlichen und östlichen Gebäudezonen miteinander verbinden. Durch die Staffelung der Regalhöhen (mittig hoch, am Rand brüstungshoch) können die Bibliotheksbenutzer sehen und gesehen werden: Die „Choreografie des Bibliotheksalltags“ wird zum lebenden und erlebbaren Sinnbild der Wissensvermittlung im Bildungshaus.

Der gerundete Baukörper wirkt als Umlenkpunkt im Verkehrsstrom der südlichen Einfallstraße. Die innere Straße verlängert die Achse der Schillerstraße durch das Bildungshaus. Während in der Westspange abgeschlossene Raumgruppen dominieren, sind im Ostflügel nutzungsflexible Flächen untergebracht. Die transparente / transluzente Hülle spiegelt die verschiedene Nutzungen in unterschiedlichen Graden von Offenheit.

Der Entwurf respektiert den offenen Landschaftsraum auf dem Wolfsburger Kulturcampus. Die sogenannten topografischen Bänder gliedern den Freiraum, der südliche Vorplatz des Bildungshauses entsteht durch die platzartige Aufweitung des topografischen Bandes. Die Landschaft wird dabei mit Sitzstufenmotiven moduliert.